SPEICHERKRISE WELTWEIT

speicherkrise

 

Acturion Markteinschätzung

Wie ist der Status? |Wie geht es weiter? | Was kann man tun?

 

So langsam dürfte sich die Nachricht herumgesprochen haben, dass wir ein massives Problem mit der Verfügbarkeit von DRAM Speicher und Flashspeicher haben. Im Folgenden behandeln wir dieses Thema und stützen uns dabei auf Agenturmeldungen, eigenen Erfahrungen und Expertenmeinungen. Eigentlich veröffentlichen wir solche Meldungen selten bis nie, aber die derzeitige Situation ist sehr ernst zu nehmen und daher beschreiben wir die aktuelle Situation, wie geht es weitergeht und was kann/soll man tun?

Was ist knapp?

Besonders prekär ist die Versorgungslage bei DRAM Speicher. Alles was knapp ist, wird teurer und so ist es bei DRAM Speicher auch. Legt man die Ausgangsbasis in den Sommer 2025 bei einem Indexwert von 100 fest, so begann der Preisanstieg im September 2025 bei ca. 125 Punkten. Dann ging es bis Ende 2025 steil nach oben auf ungefähr 440 Indexpunkte und stabilisiert sich dort nun. Im März 2026 kam der Wert leicht auf 420 Punkte herunter. Die leichte Entspannung hängt nicht mit einer besseren Versorgungslage zusammen, sondern mit einem leichten Einbruch bei der Nachfrage. Der Hardware IT-Markt litt im ersten Quartal 2026 unter einem schwächeren Auftragseingang. Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass Investitionsrückgänge nur aufgeschoben sind. Später wird die geringere Nachfrage mit einer höheren Nachfrage kompensiert.

Dram Speicher

Warum ist DRAM Speicher knapp?

Schuld ist der Boom bei der KI! Die US-Amerikanischen Hyperscaler planen 2026 insgesamt etwa 700 Milliarden US-Dollar in neue Rechenzentren zu investieren. Für 2027 sind eine Billion (1.000 Mrd.) US-Dollar geplant. Einfach ausgedrückt, die KI kauft ganze Jahresproduktionen der Speicherhersteller auf. Hierzu erschien am 06. März 2026 ein Artikel im Handelsblatt mit der Überschrift „Lieferkrise bei Speicherchips trifft Cloud-Anbieter“ (aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir den Artikel hier nicht veröffentlichen). Ein Zitat aus dem Artikel vom IT-Marktforschungsunter-nehmen Gartner lautet: „Die Zeiten verlässlicher Kosten für IT-Infrastruktur sind vorerst vorbei“. Das heißt, solange wir in den Nachrichten lesen und hören, dass der KI-Boom weitergeht, wird es nicht besser.

In einem weiteren Artikel im Handelsblatt vom 31. März 2026 im Handelsblatt steht unter der Überschrift „Teurer Arbeitsspeicher treibt die Kosten bei den Autobauern“ “ (aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir den Artikel hier nicht veröffentlichen). Das heißt, dass auch die Autobauer nun darauf aufmerksam geworden sind, das DRAM Speicher und auch Flashspeicher (siehe unten) am Markt knapp ist. Das was die KI noch übrig lässt wird nun von den Autobauern weggekauft. Danach kommen wahrscheinlich die Maschinenbauer, Anlagenbauer, Flugzeugbauer, Rüstungsindustrie usw.

Flashspeicher

Wird es noch schlimmer?

Solange die Nachrichten zu KI-Boom, Cloud-Rechenzentren usw. nicht abreißen, wird es für uns nicht besser! Die Speicherhersteller produzieren bereits seit längerer Zeit am absoluten Limit. Die Erweiterung von Produktionsmöglichkeiten wird natürlich angegangen, jedoch dauert es Jahre, bis ein neues Produktionswerk Speicher ausliefern kann. Ja, es steht zu befürchten, dass es noch schlimmer kommen kann.
Im schlimmsten Fall kann es sogar dazu kommen, dass es überhaupt keinen DRAM Speicher mehr zu kaufen gibt. Bislang regelt der Markt Angebot und Nachfrage über den Preis. Wir können aus eigener Beobachtung melden, dass es Projekte gibt, die wegen der hohen Speicherpreise suspendiert wurden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

 

Wann wird es besser?

Solange die Boom Nachrichten bei KI und Cloudrechenzentren nicht abreißen wird es nicht besser. Die Speicherhersteller sind dabei ihre Produktionskapazitäten auszubauen, aber bis aus einem neuen Werk nennenswerter Output kommt, vergehen fünf Jahre. Das heißt, erst 2030 wird es mehr Speicher am Markt geben.

Was ist zu tun?

Solange die Marktlage so ist wie oben beschrieben, wird es eher schlechter als besser. Warten bringt also nichts. Setzen Sie Ihre IT-Projekte sobald wie möglich um! Suchen Sie sich einen zuverlässigen Lieferanten für IT-Hardware! Schnäppchenjagd bei Investitionsgütern lohnt sich nicht!

Warten Sie nicht, es wird nicht besser – was Sie im Hause haben, gehört Ihnen!
Für Beratung und die Ausarbeitung von Angeboten stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Oliver Husmann

Geschäftsführer, Acturion Datasys GmbH