Digitizer Pen – Eingabestift für mobile Geräte

Der Begriff Digitizer oder Digitizer Pen umschreibt ein Gerät in der Form eines Stifts, das zur Dateneingabe bei bestimmten mobilen Geräten – in der Regel Industrie Tablets oder Outdoor Tablets – dient.

Während die Eingabe bei herkömmlichen Tablets via Touchscreen, also mit dem Finger, erfolgt, ermöglicht der Digitizer eine deutlich präzisere Eingabe, die dem Schreiben beziehungsweise Zeichnen von Hand nachempfunden ist. Die erste Anwendung des Digitizers waren sogenannte Digitalisierungstableaus.

Anwender zeichneten mittels Digitizer Pens auf einem Tableau, welches die Zeichnung dann auf einen PC übertrug. So ließen sich erstmals handschriftliche Zeichnungen digitalisiert auf den PC übertragen. Erfinder dieser Technik und bis heute Marktführer ist die Firma Wacom.

Wozu braucht man einen Digitizer?

Digitizer finden in erster Linie in Kreativ-Berufen wie in den Bereichen Architektur, Kunst und Visual Effects Anwendung. Gerade wenn es darum geht, präzise Zeichnungen oder Grafiken zu erstellen, kommen die Vorteile im Vergleich zu PCs besonders zum Tragen. Während die Eingabe bei diesen Geräten mittels Maus, also über die vergleichsweise motorisch weniger versierten Muskeln im Handgelenk, erfolgt, lassen sich Digitizer über einen speziellen Stift, also mithilfe der feinmotorischen Fingermuskulatur, bedienen. Das erlaubt dem Anwender eine millimetergenaue Eingabe.

Wie funktioniert ein Digitizer?

Grundsätzlich lassen sich Digitizer zwei Kategorien zuordnen: aktive und passive Digitizer. Je nachdem, um welche Art von Digitizer es sich handelt, unterscheiden sich auch die Funktionsweisen. Aktive Digitizer arbeiten mit Induktion. Sie verfügen über eine eigene Stromversorgung, die die sogenannte Stiftspule speist. Gelangt die Spannung in die Spule, entsteht ein gerichtetes elektrisches Feld. Indem sie die induzierten Signalstärken vergleichen, erkennen Sensoren im Display die exakte Position des Digitizers.
Auch der passive Digitizer basiert auf dem Induktionsprinzip. Auch hier ist im Stift eine Spule verbaut, die Spannungsversorgung übernimmt aber das Tablet. Hier baut sich das elektrische Feld allerdings im Tablet auf. Dadurch entsteht in der Spule ein Stromfluss, der ein weiteres elektrisches Feld erzeugt. Die im Display verbauten Sensoren sind in der Lage, die beiden elektrischen Felder voneinander zu unterscheiden und können so die exakte Position des Digitizer Pens bestimmen.
Unterschiedliche Druckstufen werden sowohl beim aktiven als auch beim passiven Digitizer erkannt. Einige Digitizer messen sogar den Neigungswinkel des Stifts.

Aktiver Digitizer vs. passiver Digitizer: Was ist besser?

Soviel vorweg: Was die Präzision angeht, macht es keinen Unterschied, ob Sie einen aktiven oder einen passiven Digitizer nutzen. Beide Geräte haben aber durchaus ihre Vor- und Nachteile, die jeweils durch die unterschiedliche Funktionsweise bedingt sind. Sowohl aktive als auch passive Modelle bieten inzwischen eine zusätzliche Tastenbedienung an – beispielsweise eine Radierfunktion per Knopfdruck. Bei passiven Digitizern kann der Nutzer auf diese Funktion nur dann zurückgreifen, wenn sich der Stift nah am Gerät befindet. Nachteile birgt aber auch der aktive Digitizer: Zum einen sind aktive Digitizer aufgrund der verbauten Technik größer und damit unhandlicher als passive. Zum anderen funktioniert die Eingabe nicht mehr, wenn die Batterie des Stifts leer ist. Für Letzteres haben einige Hersteller aber eine Lösung parat: Nicht selten ist zusätzlich ein Touchscreen verbaut, der eine Eingabe auch ohne Stift ermöglicht.

Best of Digitizer Tablets – unsere Empfehlungen

Zebra XSLATE R12 | Pokini Tab K10 | Pokini Tab K11 | Durios DTR 301 X | Durios DTR 311 Y | Durios DTR 313 Y | Durios DTR 340

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