Das SIEMENS Werk im österreichischen Weiz ist weltweit das größte Werk für Transformatoren im SIEMENS Konzern. 1.200 Beschäftigte entwickeln, konstruieren, bauen und liefern hier Transformatoren an die ganze Welt aus. Jährlich liefern die Steirer an die 4.000 Transformatoren aus. Von einer Größe wie ein Kühlschrank bis zu einer Größe eines Mehrfamilienhauses und einem Gewicht von 800 Tonnen.

 

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Die Fertigung im Werk Weiz gleicht eher einer Manufaktur. Transformatoren werden nicht in Massen hergestellt, sondern sind in den meisten Fällen Unikate, die speziell für die Bedürfnisse des Kunden hergestellt werden. Dazu hat das Werk Weiz eine eigene Konstruktionsabteilung sowie auch eine Entwicklungsabteilung. Auch wenn Transformatoren schon seit weit mehr als 100 Jahren gebaut werden, gibt es immer noch Verbesserungsmöglichkeiten bei Effizienz und Lebensdauer.

Transformatorenbau ist immer noch größtenteils Handarbeit und so wundert es nicht, dass in einen Transformator durchschnittlich 4.000 Arbeitsstunden reingehen.

SIEMENS hat im Werk Weiz eine recht große Fertigungstiefe, so werden die Kerne dort geschnitten und in Handarbeit zusammengesetzt. Moderne CNC Schneidemaschinen schneiden hierzu hochpräzise die Bleche für die Kerne zu. Auch die Wicklung macht SIEMENS für alle Transformatoren im Werk Weiz.

Digitalisierung ist das Wort in den letzten Jahren und wird 2020 zusätzlich durch die Corona Pandemie zusätzlich befeuert. Die Arbeitswelt hat sich quasi über Nacht komplett gewandelt. Zahlreiche Verwaltungsjobs sind über Nacht in Home-Offices verlagert worden, Geschäftsbesuche sind durch Video Konferenzen ersetzt worden und hausinterne Besprechungen werden nur noch in kleinen Gesprächskreisen durchgeführt. Doch nicht nur Bürojobs wurden digitalisiert, sondern auch Arbeiten in der Fertigung.

Digitalisierung bei SIEMENS Transformers in Weiz

Jeder Transformator ist anders. Auch wenn man es schwer glauben mag, aber jeder Transformator ist ein kundenspezifisches Einzelstück. Klar bleibt die Bauform immer gleich und auch die Komponenten sind vom Prinzip her bei jedem Transformator gleich, Kern, Wicklung usw. Aber die Unterschiede liegen im Detail und hier liegt die Herausforderung für Konstruktion und Fertigung jedes Trafos.

Bei dem einen Trafo ist der Kern so groß und so viele Wicklungen und bei dem nächsten Trafo ist es dann wieder anders. Trotzdem muss jeder Trafo hohe Qualitätsanforderungen erfüllen, hocheffizient sein und er muss viele Jahrzehnte zuverlässig arbeiten. Wird hier geschludert, liefert der Trafo über seine gesamte Lebensdauer keine optimale Leistung und das kann für den Kunden dann über viele Jahre viel Geldverlust bedeuten.

Genau hier setzt die Idee zum Einsatz der Industrie Tablet PCs an

Da jeder Trafo individuell gefertigt wird, ändert sich von Trafo etwas an Komponenten, Größen, Montagemöglichkeiten, Produktionsschritten.

Früher wurden Anleitungen aus Papier studiert und Baupläne auf gerucktem Papier gelesen. Das entfällt jetzt. Alles wird online auf großformatigen Industrie Tablet PCs von Acturion dargestellt.

  • Der Anwender kann sich Baupläne auf dem Bildschirm anzeigen lassen.
  • In Details hineinzoomen oder Gesamtübersichten anschauen. Montageanleitungen anzeigen lassen.
  • Produktionsschritte werden angezeigt und der Anwender kann online Feedback über bereits durchgeführte Montagearbeiten eingeben. Dadurch weiß auch die Produktionsleitung sofort und in Echtzeit Bescheid welche Trafos wie weit produziert worden sind.
  • Mithilfe der gelieferten Daten aus den Industrie Tablet PCs wird die Produktion sehr transparent. Produktionszeitunterschreitungen oder Produktionszeitüberschreitungen sind sofort ersichtlich und es können schnell Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Auch der kontinuierliche Verbesserungsprozess wird durch die Industrie Tablet PCs unterstützt.
Siemens Werk in Weiz | Österreich

INTERVIEW | NACHGEFRAGT

 

Philipp Falk CIP Manager | SIEMENS Transformers Austria

DTR313Y
Durios DTR 313 Y Industrietablet
Herr Falk, was genau wird bei Ihnen im Siemens Werk in Weiz auf den Tablet PCs dem Durios DTR 313Y von Acturion angezeigt?

Nun, das ist bei uns im Werk in Weiz in der Tat sehr vielfältig. Die Industrie Tablets von Acturion werden größtenteils zur direkten Anzeige von Fertigungszeichnungen, 3D Modellen unter Verwendung von NCR Programmen und Fertigungsunterlagen verwendet.

Was war die Idee Tablet PCs in der Produktion einzusetzen?
Der anfängliche Schwerpunkt lag darin die Fertigungszeichnungen digital darstellen zu können.
Was kann der Anwender auf dem Tablet PC machen?

Unsere Arbeiter im Werk können an Hand der Tablets die Fertigungsunterlagen direkt in der Fertigungshalle vor Ort verwenden und damit zügig arbeiten. Auch das Verwiegen von Transformatoren mit der passender Software und die Einsicht in das NCR Programm ist nun wesentlich schneller und einfacher zu handeln.

Welche Fortschritte haben Sie mit den Tablet PCs gemacht?

Fertigungszeichnungen müssen nicht mehr gedruckt werden und unsere Mitarbeiter können das Tablet direkt zum Montageort mitnehmen.

Was war die Hauptmotivation zum Einsatz von Tablet PCs?

Hauptmotivation war natürlich die Qualitätssteigerung. Hinzu kam umweltfreundlicher zu arbeiten und Kosten einzusparen.

Das hieß bei uns in der Fertigung, den Verbrauch von Papier zu reduzieren. Erfreulicherweise macht sich dass nun auch in den geringeren Kosten für den Papierdruck bemerkbar.

Für unsere Produktionsprozesse ist die Qualitätssteigerung ein wichtiger Faktor. Durch den Einsatz der Industrie Tablet PCs in der Fertigungshalle sind immer die aktuellen Zeichnungen verfügbar.

Lässt sich Ihr System auf andere SIEMENS Werke portieren?

Ja, natürlich auf jeden Fall sogar.

Die Mobilität in Fertigungshallen aber auch im normalen Office-Geschehen wird immer wichtiger und unser Konzern fördert dies sehr stark. Qualität- und Leistungssteigerung haben im Wettbewerb oberste Prio.

Wie waren Sie mit dem technischen Support von Acturion zufrieden?

Sehr zufrieden sogar. Wir hatten nämlich Anfangs Probleme mit einer Charge bei denen es einen Fertigungsfehler mit den Lötstellen des Mainboards gab und sich die Geräte nicht mehr einschalten ließen, Diese Geräte konnten umgehend retourniert werden und wurden von Acturion schnell und professionell repariert. Hier zeichnet sich einfach aus, wenn man einen Ansprechpartner in allen Belangen hat.

Wie geht es bei Ihnen weiter?

Momentan werden bei uns einige neue Systeme für NCR und Prüfschritte entwickelt, die wir dann auch auf den Tablets bedienen werden. Das ist ja das Schöne an der Arbeit mit Tablets: Mobil zu sein – viele Wege werden dadurch flexibler gestaltet. Durch den Einsatz der Tablet PCs in der Fertigungsabwicklung konnten wir einen großen Schritt nach vorne machen.

Herr Falk, vielen Dank für das Interview, das wir leider coronabedingt nicht persönlich gestalten konnten. Wir freuen uns immer von Ihnen aktuelle Rückmeldungen zu erhalten.

Acturion Datasys GmbH
Brunhilde Husmann
Digital Marketing Manager

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